Die perfekte Ensaimada

Die Ensaimada ist ein mallorquinisches  Hefegebäck, das auf der Insel, aber auch auf dem spanischen Festland sehr beliebt ist. Wer schon einmal Hefeteig gemacht hat weiß – Hefeteig braucht Zeit! Für die perfekte Ensaimada solltet ihr daher mindestens zwei Stunden Zeit einplanen.

Wie komme ich als Food Bloggerin auf die Idee im April Ensaimadas zu machen? Wo mein letzter Urlaub auf Mallorca doch schon Jahre her ist? Ganz einfach: Condor hat mich darauf gebracht…

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Am 23.03. hat der Fluggesellschaft, anlässlich seines 60 jährigen Jubiläums, mehrere Blogger in die Genussakademie nach Frankfurt zu einem wirklich einzigartigen Abend geladen. Im Rahmen der CondorCookingClass durften wir neben unglaublich leckeren Drinks von Marco, mit den Köchen Thomas und Costa ein mallorquinisches Menü zubereiten und uns dies anschließend auch schmecken lassen. Ich habe beim Kochen mit den erfahrenen Köchen viel Lernen können und hatte auch mit den anderen Blogger Kollegen jede Menge Spaß.

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Auch die Veranstalter selbst haben es sich nicht nehmen lassen bei der Zubereitung zu helfen und haben uns über den ganzen Abend hinweg mit verschiedenen Gewinnspielen noch weiter angeheizt.

Zum Dessert hat anschließend jeder Blogger seine eigene Ensaimada geformt und nach dem Ausbacken mit viel Hingabe dekoriert. Meine Variante hat es schlussendlich auf Platz 2 geschafft. Wobei ich der Gewinnerin Bina noch einmal zu Ihrer wunderschön dekorierten Ensaimada gratulieren möchte – ich habe mir erlaubt ihre Idee der Dekoration für dir der „perfekte Ensaimada“ mit meinem Rezept zu verbinden.

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Gerne würde ich nach diesem gelungenen Abend nun meine erste Original Ensaimada auf Mallorca probieren und hoffe daher dass mein Beitrag euch gefällt.

Ein großes Danke an Susanne und das Condor Team für die tolle Organisation und den unvergesslichen Abend!

Dankeschön auch an alle Blogger Kollegen für den Spaß und die Inspiration (BinaSummer LeeAnnaMarcelNicoleJanineMonika und Mici).

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Anbei findet ihr mein, leicht variierendes, aber natürlich wie immer tasty Rezept:

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Zutaten (8 Stück):

– 320 g Mehl (+ ca. 30-50 g)

– 60 g Zucker

– 1 P. Salz

– 20 g frische Hefe (= halber Würfel)

– 100 ml lauwarme Milch

– 30 g Ghee für den Teig + 50 g zum Bestreichen

– 2 Eier

– Puderzucker

– Creme: 1 Becher Sahne, 1 Becher Schmand, 1 Pk. Vanillinzucker, 1 Pk. Sahnesteif, Zitrone

– frisches Obst & Beeren

– außerdem: Nudelholz. Küchenpinsel

Zucker, Salz und 320 g Mehl in einer Schüssel vermischen und eine kleine Mulde darin formen. Die Hefe in etwas lauwarmer Milch (ca. 30 ml) und einer Prise Zucker glatt rühren und dann vorsichtig in die Mulde geben. Die Flüssigkeit mit etwas Mehl verrühren und dann die Schüssel abgedeckt 10-15 Min. an einem warmen Ort (z.B. auf die Heizung) stellen. Das Ghee in der restlichen lauwarmen Milch auflösen und zusammen mit einem Ei in den Teig rühren. Am besten gelingt dies mit den Knethaken des Rührgeräts. Fügt dabei noch einmal 30-50 g Mehl Nach und Nach zum Teig hinzu. Ihr solltet ihn mind. 5-10 Minuten durchkneten, gerne auch mit den Händen, bis er nicht mehr zu klebrig ist, aber eben auch nicht zu trocken.

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Den Teig erneut abgedeckt an einen warmen Ort stellen und mind. 30-40 Min. gehen lassen, besser ist sogar eine ganze Stunde. Der Teig sollte sich an Volumen in dieser Zeit quasi verdoppeln.

Danach sollte der Teig noch einmal kurz durchgeknetet werden und anschließend in acht etwa gleich große Stücke geteilt werden. Diese kurz in den Händen rollen und sieben Kugeln vorsichtig wieder in die Schüssel geben und abdecken. Die erste Kugel kann nun zur ersten Ensaimada geformt werden.

Laut Original Rezept wird der Teig mit dem Nudelholz möglichst dünn ausgerollt, so dass man quasi die Arbeitsfläche durchsehen kann. Der ausgerollte Hefeteig sollte ungefähr rechteckig sein. Das restliche Ghee leicht erwärmen, so dass es schmilzt und mit dem Pinsel gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Am oberen Ende einen ca. fingerbreiten Spalt aussparen. Nun rollt man die Ensaimada von unten eng auf. Dies gelingt recht gut mit einem Küchenspachtel, ein Teigschaber tut es aber auch. Die fertige Rolle anschließend entweder mit beiden Händen noch einmal in die Breite hin und her rollen, oder beide Enden in die Hände nehmen und leicht schwingen, ein wenig so wie Seilspringen (Vorsicht jedoch dass der Teig nicht reißt, Variante 1 ist sicherer).

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Nun auf einem Backblech mit Backpapier zu einer Art Schnecke formen. Desto mehr Teig ihr nehmt, desto größer wird der Kringel letztendlich. Diese Prozedur folgt auch bei den weiteren sieben Kugeln. Vor dem Backen bestreicht man die Hefeschnecken mit etwas Eigelb+Milch Mischung und schiebt sie dann bei 200 Grad für ca. 16-18 Minuten in den Ofen. Nach 10 Minuten lege ich ein großes Stück Alufolie darüber damit sie von oben nicht zu dunkel werden. Beim Öffnen des Ofen riecht es himmlisch nach frischem Gebäck und ihr solltet die Ensaimadas gleich mit viel Puderzucker bestäuben und etwas abkühlen lassen. Das Original kann nun direkt im lauwarmen Zustand verzehrt werden.

Ich habe mich dafür entschieden die „perfekte Variante“ mit einer sommerlichen Creme zu füllen und mit Obst zu dekorieren (ganz wie beim Condor Event). Die Creme ist schnell gemacht: Einen Becher Sahne mit je einem Päckchen Sahnesteif und Vanillezucker steif schlagen und anschließend vorsichtig den Schmand darunter heben und mit einem Spritzer Zitronensaft verfeinern.

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Die Ensaimadas vorsichtig quer aufschneiden und mit etwas Creme füllen. Deckel wieder aufsetzen und nun der Kreativität freien Lauf lassen. Ich habe Himbeeren, Physalis, Heidelbeeren, Feigen, Kumquats und Minze verwendet. Wichtig ist in jedem Fall: viel! Zum Abschluss mit Puderzucker bestäuben… ein Traum zum Reinbeißen!

Und wem das nun doch zu viel Arbeit ist, der kann sie ja im nächsten Urlaub auf Mallorca probieren 🙂

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